Marder vertreiben

Marder vertreiben: So wirst du sie los

Favicon 4 Minuten
16 Minuten Lesezeit

Marder können ganz schön nervig sein, oder? Ob sie nachts auf dem Dachboden Lärm machen oder im Auto Kabel durchbeißen – sie hinterlassen oft Chaos und teure Schäden. Aber keine Sorge, du musst dich nicht damit abfinden. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Marder vertreiben kanst und sie gar nicht erst wiederkommen lässt. Wir schauen uns an, was hilft und was du lieber lassen solltest.

Wichtige Tipps

  • Marder verursachen Schäden am Auto und im Haus, besonders auf Dachböden. Achte auf Spuren wie Kot, Biss- oder Kratzspuren.
  • Es gibt verschiedene Methoden, um Marder zu vertreiben: Hausmittel wie Gerüche (Hundehaare, WC-Steine), technische Geräte (Ultraschall, Elektroschocks) und professionelle Hilfe durch Jäger.
  • Vorbeugung ist wichtig: Sichere Zugangswege zum Haus und Auto, um zu verhindern, dass Marder überhaupt erst eindringen.

Warum Marder ein Problem darstellen

Schäden am Auto

Du kennst das vielleicht: Nachts hörst du Geräusche, und am nächsten Morgen ist dein Auto ein Chaos. Marder sind nachtaktiv und suchen sich gerne Unterschlupf im Motorraum. Dort können sie richtig Schaden anrichten. Besonders gefährdet sind Zündkabel, Schläuche für Kühlwasser oder Bremsen. Warum machen sie das? Oft ist es Revierverhalten. Wenn ein Marder den Geruch eines Rivalen wittert, kann er aggressiv werden und zubeißen. Das kann teuer werden, denn nicht jede Versicherung zahlt für Folgeschäden, wenn zum Beispiel ein durchgebissenes Kabel einen Unfall verursacht. Ein Marderschaden kann also nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich sein.

Gefahr für Haustiere und Menschen

Marder sind nicht nur am Auto eine Plage. Sie können auch in dein Haus eindringen, zum Beispiel über den Dachboden. Sie nutzen jede Lücke, wie lose Dachziegel oder offene Lüftungsschlitze. Dort hinterlassen sie nicht nur ihre Spuren – man erkennt sie oft am kot vom marder – sondern können auch Dämmmaterial zerbeißen. Das kann zu Lärmbelästigung führen, besonders nachts. Zwar sind Marder scheu, aber wenn sie sich bedrängt fühlen, können sie auch aggressiv werden. Das ist besonders wichtig zu wissen, wenn du Haustiere hast.

Zwar sind sie nicht direkt gefährlich für ausgewachsene Tiere, aber sie können Krankheiten übertragen. Und auch wenn du keine Angst vor ihnen hast, solltest du sie nicht unterschätzen. Sie sind Wildtiere und können dich beißen, wenn du versuchst, sie zu fangen. Die Tiere sind übrigens nicht besonders groß, aber sie können überraschend flink sein. Ein ausgewachsener Steinmarder wird selten länger als 45 Zentimeter, ohne Schwanz. Aber lass dich von der Größe nicht täuschen, sie können trotzdem viel Unheil anrichten. Und denk daran, dass Marder auch Nachwuchs haben können, die sogenannten marder babys​ werden im Frühjahr geboren und sind auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen.

Effektive Methoden, zum Marder vertreiben

Wenn du einen Marder loswerden willst, gibt es verschiedene Wege. Manche sind einfach und günstig, andere kosten etwas mehr. Wichtig ist, dass du dranbleibst, denn Marder sind hartnäckig.

Hausmittel und natürliche Abwehrmaßnahmen

Es gibt einige Hausmittel und natürliche Abwehrmaßnahmen, die du ausprobieren kannst. Die Idee dahinter ist meist, den Marder durch Gerüche oder Geräusche zu stören. Ein Marder mag keine ständigen Störungen.

  • Hunde- oder Katzenhaare: Verteile Haare deiner Haustiere an den Orten, wo du den Marder vermutest. Der Geruch soll ihn abschrecken.
  • Duftstoffe: Stark riechende Substanzen wie Essig, Zitrusöle oder auch Mottenkugeln können helfen. Lege Tücher damit getränkt aus oder verteile sie in kleinen Schälchen.
  • Pfeffer oder Chili: Streue etwas scharfen Pfeffer oder Chilipulver an die Laufwege des Marders. Das reizt seine Nase und Pfoten.
  • Radio: Lass ein Radio auf dem Dachboden oder in der Garage laufen. Die ständigen Geräusche können den Marder stören und ihn zum Umzug bewegen.

Manche schwören auf diese Methoden, andere finden sie nicht wirksam genug. Es braucht oft Geduld und die richtige Anwendung.

Technische Geräte zur Marderabwehr

Wenn Hausmittel nicht fruchten, gibt es technische Helfer. Diese sind oft effektiver, kosten aber auch mehr.

  • Ultraschallgeräte: Diese Geräte senden Töne aus, die für uns Menschen nicht hörbar sind, aber Marder stören sollen. Sie sind gut für den Einsatz im Auto oder auf dem Dachboden.
  • Lichtgeräte mit Bewegungsmelder: Marder sind nachtaktiv und scheuen Licht. Ein Gerät, das bei Bewegung angeht, kann sie erschrecken und vertreiben.
  • Elektroschockgeräte: Diese werden oft im Motorraum von Autos installiert. Sie geben einen leichten Stromschlag ab, wenn der Marder sie berührt. Das ist sehr wirksam, aber auch umstritten.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn du mit den eigenen Mitteln nicht weiterkommst, ist professionelle Hilfe eine Option. Manchmal ist es am besten, einen Fachmann zu rufen.

  • Jäger: In manchen Regionen können Jäger helfen, Marder zu fangen oder zu vertreiben. Das ist aber oft nur zu bestimmten Jahreszeiten erlaubt und sinnvoll, damit keine Jungtiere zurückbleiben.
  • Schädlingsbekämpfer: Spezialisierte Firmen kennen sich mit solchen Problemen aus und können dir passende Lösungen anbieten. Sie können auch feststellen, ob es wirklich ein Marder ist.

Vorbeugende Maßnahmen: Marder fernhalten

Manchmal ist es einfacher, Marder gar nicht erst anzulocken. Mit ein paar cleveren Tricks kannst du dein Zuhause und dein Auto für die pelzigen Besucher unattraktiv machen. So vermeidest du erst gar keine Schäden und hast Ruhe.

Zugangspunkte sichern

Marder sind ziemlich geschickt darin, kleine Lücken zu finden. Sie lieben es, sich in warmen, geschützten Bereichen einzunisten, sei es auf dem Dachboden oder im Motorraum deines Autos. Deshalb ist es wichtig, ihnen diese Türen zu verschließen.

  • Dachboden: Überprüfe regelmäßig dein Dach. Lose Dachziegel, offene Lüftungsschlitze oder Risse in der Dämmung sind Einladungen für Marder. Repariere solche Stellen sofort. Engmaschige Drahtgitter oder spezielle Marderbandagen können hier gute Dienste leisten und den Zugang effektiv versperren.
  • Auto: Der Motorraum ist ein beliebtes Ziel. Hier kannst du spezielle Schutzschläuche um besonders gefährdete Kabel und Schläuche legen lassen. Eine andere Methode ist die Montage einer Motorabschottung, die den Zugang von unten erschwert. Auch ein engmaschiges Drahtgitter, das du unter dem Auto befestigst, kann helfen.

Gerüche als Abschreckung

Marder verlassen sich stark auf ihren Geruchssinn, um ihr Revier zu markieren und sich zu orientieren. Du kannst dir das zunutze machen, indem du Gerüche einsetzt, die sie unangenehm finden.

  • Hausmittel: Manche schwören auf den Geruch von Hundehaaren oder Mottenkugeln. Diese musst du allerdings in größeren Mengen verteilen und regelmäßig erneuern, da der Duft schnell verfliegt. Auch spezielle Mardersprays können helfen, indem sie die Reviergerüche überdecken. Aber Achtung: Marder gewöhnen sich oft an wiederkehrende Gerüche.
  • Pflanzen: Es gibt Pflanzen, deren Geruch Marder abschrecken soll. Die sogenannte „Verpiss-dich-Pflanze“ (Artemisia absinthium) oder auch der Duft von Lavendel und Currykraut könnten helfen. Platziere diese Pflanzen rund um dein Haus oder in der Nähe deines Autos.

Wichtig: Nicht alle Hausmittel wirken bei jedem Marder gleich. Was bei dem einen funktioniert, lässt den anderen vielleicht kalt. Sei also geduldig und probiere verschiedene Methoden aus, wenn eine nicht sofort anschlägt. Das Wichtigste ist, den Tieren keinen leichten Zugang zu gewähren.

Was tun, wenn der Marder bereits da ist?

Du hast also Anzeichen entdeckt, die auf einen Marder hindeuten? Bevor du jetzt in Panik verfällst, lass uns mal schauen, was du konkret tun kannst. Zuerst einmal: Bist du sicher, dass es wirklich ein Marder ist? Manchmal sind es auch andere Tiere, die für Unruhe sorgen. Achte auf typische Spuren wie Kot oder Bissspuren an Kabeln und Dämmmaterial. Marderkot ist meist acht bis zehn Zentimeter lang und etwa zwei Zentimeter dick. Die Spuren ähneln denen einer Katze, aber du siehst oft zusätzliche Krallenabdrücke.

Wenn du dir sicher bist, dass ein Marder dein Zuhause oder dein Auto unsicher macht, ist es wichtig, schnell zu handeln. Ein Marder im Motorraum kann gefährlich werden, weil er Kabel durchbeißt. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen. Auch auf dem Dachboden richten die Tiere oft großen Schaden an, zerstören Dämmmaterial und hinterlassen eine stinkende Latrine.

Was kannst du also tun?

  • Störe den Marder: Klopfe zum Beispiel öfter mal gegen Wände oder Decken, wo du ihn vermutest. Das stört ihn und er sucht sich vielleicht von selbst einen neuen Unterschlupf. Marder vertreiben ist oft einfacher, als man denkt.
  • Gerüche als Abschreckung: Manche schwören auf Gerüche, die Marder nicht mögen. Das können Hundehaare sein, aber auch spezielle Mardersprays. Bedenke aber, dass sich Marder an Gerüche gewöhnen können. Du musst also regelmäßig nachbessern.
  • Technische Hilfsmittel: Im Auto können Ultraschallgeräte helfen. Sie senden Töne aus, die wir nicht hören, die Marder aber stören. Im Motorraum gibt es auch die Möglichkeit, Elektroden installieren zu lassen, die einen kleinen, ungefährlichen Stromschlag abgeben, wenn der Marder sich nähert.

Was du nicht tun solltest: Marder eigenmächtig fangen oder vergiften. Das ist nicht nur verboten, sondern die Tiere können auch aggressiv werden und dich verletzen. Wenn die Plage trotz aller Bemühungen nicht aufhört oder der Schaden zu groß ist, ist es ratsam, professionelle Hilfe zu holen. Ein Schädlingsbekämpfer kann die Ursachen finden und das Problem dauerhaft lösen.

Marder vertreiben und erfolgreich fernhalten

Du hast also festgestellt, dass ein Marder dein Revier unsicher macht. Egal ob im Auto oder im Garten, diese kleinen Raubtiere können ganz schön nerven. Aber keine Sorge, es gibt Wege, sie wieder loszuwerden und fernzuhalten. Der Schlüssel liegt oft in der Kombination verschiedener Methoden.

Wenn du Marder im Auto bekämpfen willst, denk an den Motorraum. Warme Motoren locken die Tiere an, besonders nach einer Fahrt. Hier helfen spezielle Schutzgitter oder auch Hausmittel, die du im Motorraum anbringst. Achte darauf, dass du keine Zugänge offenlässt. Manchmal reichen schon einfache Dinge, um den Marder abzuschrecken. Marderspuren im Motorraum sind oft ein klares Zeichen. Es gibt verschiedene Marderarten, aber der Steinmarder ist der häufigste Übeltäter in unseren Breiten.

Um Marder im Garten loswerden, kannst du auf Pflanzen setzen, die sie nicht mögen. Die sogenannte „Verpiss-dich-Pflanze“ zum Beispiel verströmt einen Geruch, der Marder fernhält. Auch das regelmäßige Harken des Bodens um dein Haus kann helfen, neue mardergeruch Spuren zu entdecken und potenzielle Eingänge zu finden. Wenn du den Marder im Motorraum vertreiben möchtest, können auch Ultraschallgeräte eine Option sein. Diese Geräte senden Töne aus, die für Menschen nicht hörbar sind, aber Marder stören.

Manchmal ist es auch nötig, die Spuren zu beseitigen, die der Marder hinterlassen hat. Kot und Urin können unangenehm riechen und müssen gründlich gereinigt werden. Das ist besonders wichtig, wenn der Marder im Motorraum war, um Folgeschäden zu vermeiden.

Hier sind ein paar Dinge, die du tun kannst:

  • Überprüfe regelmäßig dein Auto auf Bissspuren an Kabeln und Schläuchen.
  • Sichere potenzielle Zugänge zum Motorraum, zum Beispiel mit einem engmaschigen Drahtgitter.
  • Nutze Duftstoffe oder Ultraschallgeräte, um die Tiere abzuschrecken.
  • Halte deinen Garten sauber und entferne mögliche Verstecke.

Wenn du den Marder nicht selbst in den Griff bekommst, scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Manchmal ist das die schnellste und effektivste Lösung, um Schäden zu vermeiden und wieder Ruhe zu haben. Marder erfolgreich vertreiben ist kein Hexenwerk, erfordert aber oft Geduld und die richtige Strategie.

Also, was nun?

So, das war’s erstmal mit den Tipps, um die Marder vertreiben. Ist schon ärgerlich, wenn die kleinen Biester einem das Leben schwer machen, oder? Aber hey, mit ein bisschen Geduld und den richtigen Tricks kriegst du das schon hin. Denk dran, es gibt für fast alles eine Lösung, und oft sind es die einfachen Dinge, die am besten helfen. Wenn gar nichts mehr geht, ist es vielleicht doch besser, einen Profi ranlassen. Aber probier erstmal die Hausmittelchen und die anderen Methoden aus. Viel Erfolg dabei!

Häufig gestellte Fragen

Was sind das für Spuren, die der Marder hinterlässt?

Wenn du Spuren findest, die wie Katzenpfoten aussehen, aber mit zusätzlichen Krallenabdrücken, dann ist das wahrscheinlich ein Marder. Auch Kot, der etwa acht bis zehn Zentimeter lang und zwei Zentimeter dick ist, oder angeknabberte Kabel und Dämmungen sind deutliche Zeichen. Manchmal findest du auch Futterreste wie Federn oder Eierschalen.

Welche Hausmittel helfen wirklich gegen Marder?

Manche Leute legen Hundehaare oder Mottenkugeln aus, weil sie denken, der Geruch würde Marder abschrecken. Auch Toilettensteine können helfen. Aber Achtung: Du brauchst oft viel davon und musst es regelmäßig erneuern. Ein Radio auf dem Dachboden, das ständig läuft, kann Marder auch stören, weil sie Lärm nicht mögen.

Was kann ich tun, wenn ich den Marder nicht selbst loswerde?

Wenn du alle Tricks ausprobiert hast und der Marder immer noch da ist, ist es am besten, professionelle Hilfe zu holen. Das kann ein Jäger sein, der sich mit den Tieren auskennt und sie im Rahmen der Schonzeiten fangen darf. Manchmal helfen auch Schädlingsbekämpfer. Wichtig ist, dass du die Einfluglöcher erst verschließt, wenn du sicher bist, dass der Marder draußen ist, damit er nicht im Haus eingesperrt wird.

Diesen Artikel teilen
Einen Kommentar hinterlassen